Freitag, 19. Dezember 2014

Bin ich krank? (17.12.14)

...das ist wohl die Frage.
Ärzte und Therapeuten sagen ja, manchmal glaube selbst ich es.
Doch wie wird dieses "Krank" definiert?
Genau, eine Abweichung von der Norm, die die Menschen, die dieser Norm angehören als merkwürdig und oft auch angsteinflößend empfinden.
Nun muss schließlich nur noch die "Norm" definiert werden.
Die "Norm" ist ein wohl schwer fassbarer Begriff, ein Phänomen, ein Phantom.
Doch es sind wohl Menschen die normal sind, also eine wichtige oder mehrere gemeinsame Eigenschaften, die bei einem Großteil der Menschen oder einer Gruppe dieser, vorhanden sind.
Die "Norm" muss sich demnach immer auf einen bestimmten Bereich beziehen.
Ein Mensch kann mit seiner Größe, z.B. 170cm, komplett im Normalbereich eines Menschen liegen, aber das Gewicht kann dann z.B. 120kg betragen, ist also um einiges zu hoch und entspricht demanch nicht mehr der "Norm".
So wird dieser Mensch plötzlich "unnormal" und "Krank" für uns, obwohl es doch lediglich sein Gewicht ist, das nicht der Norm entspricht.
Wir Menschen neigen dazu eher die abnormalen, kranken und falschen Eigenschaften unserer Mitmenschen zu sehen und hervorzuheben.
Tun wir dies um uns besser oder "normaler" zu fühlen.
Wahrscheinlich, wir wollen mit unseren Fehlern nicht im Mittelpunkt, nicht alleine darstehen, wir wollen unsere Feher und Schwächen vertuschen, herunterspielen.

Kein Mensch ist in all seinen Eigenschaften der Norm entsprechend.
Warum sollten wir auch, denn dann wären wir ja alle gleich und wir hätten keine Spaß und auch keine Abwechslung mehr.

Doch hat die Mehrheit denn wirklich immer recht?
Ist die "Norm" also eigentlich gar nicht aussagekräftig?
Denn somit wäre diese Definition von Krank wiederum hinfällig.

Also muss eine neue Definition her.
Meiner Meinung nach ist ein Mensch nur dann krank, wenn er an einem seiner Merkmale leidet.
Es gibt auch Leute, die 180 cm groß sind, Augenscheinlich doch ganz normal, gesund.
Er kann aber völlig unzufrieden damit sein, zieht immer Kopf und Schultern ein, leidet stark darunter.
Ab diesem Punkt ist es eine Krankheit, ab diesem Punkt sehe ich Handlungsbedarf.

Ich dagegen hasse zwar mein Gewicht, fühle mich damit schrecklich unwohl.
Aber das Gewicht ist ja nicht das, was die Ärzte und Therapeuten als krank bezeichnen.
Es ist wohl das, was ich gegen dieses Gewicht mache und wie ich darüber denke, was sie krank nennen.
Dabei leide ich unter dem Abnehmen gar nicht wirklich.
Demnach bin ich ja auch gar nicht krank.

Ich bin oft sehr philosophisch veranlagt, solche Texte verfasse ich recht oft.
Würde mich über eine Rckmeldun sehr freuen.

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